Zahnentfernungen

Es gibt viele Gründe, aus denen Zähne chirurgisch entfernt werden müssen, z.B. bei starker Zerstörung durch Karies, verbliebenen Zahnwurzelresten oder bei nicht durchgebrochenen Zähnen.

Nicht durchgebrochene Eckzähne können je nach Lage im Kieferknochen unter Umständen freigelegt werden und in Zusammenarbeit mit Kieferorthopäden in die natürliche Zahnreihe eingegliedert werden.

Die Weisheitszähne in Ober- und Unterkiefer finden heute häufig nicht genug Platz im Zahnbogen. Sie treten deshalb gar nicht oder nur teilweise in die Mundhöhle durch. Manchmal liegen sie sogar quer im Kiefer. Solche Zähne werden als „retiniert“ (gar nicht im Mund zu sehen) oder „teilretiniert“ (nur teilweise im Mund zu sehen) bezeichnet.

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Röntgenbild mit

Röntgenbild mit
„Teilretinierten Weisheitszähnen“:
Die dritten Backenzähne im Unterkiefer
sind auf beiden Seiten nicht vollständig durchgebrochen und liegen schräg.

Röntgenbild mit „Retiniertem Weisheitszahn“ im rechten Unterkiefer (auf dem Bild links):
der Zahn liegt quer, vollständig unter der Schleimhaut und drückt auf den davor liegenden zweiten Backenzahn
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Zähne, die teilweise oder ganz unter der Mundschleimhaut liegen, lassen sich nur schlecht bzw. gar nicht reinigen. Folge können schmerzhafte Entzündungen an Schleimhaut und Knochen („Schlupfwinkelinfektion“) sein. Mitunter bilden sich auch mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume (Zysten) um die Krone oder die Zahnwurzel des Zahnes. Außerdem können solche Zähne den davor gelegenen Backenzahn beschädigen und die ganze Zahnreihe verschieben.

Weisheitszähne, die nicht vollständig in die Mundhöhle durchgebrochen sind, sollten also schonend entfernt werden. Hierbei dürfen wichtige anatomische Strukturen, wie z.B. die Nachbarzähne, der Unterkiefernerv oder der Zungennerv nicht geschädigt werden. Da Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen tägliche Routine in solchen Eingriffen haben, werden Patienten mit verlagerten Weisheitszähnen häufig zu ihrer Behandlung vom Hauszahnarzt zum MKG-Chirurgen überwiesen.

Meist reicht für eine chirurgische Zahnentfernung eine örtliche Betäubung aus. Bei besonders ängstlichen Patienten oder wenn mehrere Weisheitszähne entfernt werden, kann der Eingriff auch unter Dämmerschlaf (Sedierung) oder Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) in unserer Praxis erfolgen. Sprechen Sie uns auf diese Möglichkeit gerne an.

Die Wundheilung dauert etwa eine Woche. Damit sie ohne Probleme verläuft, beachten Sie bitte unsere Empfehlungen in dem für Sie erstellten Merkblatt.

Eine Patienteninformation der Bundeszahnärztekammer zur Weisheitszahnentfernung finden Sie hier.

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praxis für
mund-, kiefer- und
gesichtschirurgie
plastische operationen

dr. dr. daniel trübger
prof. dr. dr. dirk hermes

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