Verbesserung des Prothesenhalts

Es kommt vor, das eine Kunststoffprothese zum Zahnersatz aller Zähne im Ober- und Unterkiefer nicht den notwendigen Halt aufweist. Eine solche Prothese kann auch durch permanente Fehlbelastung der Kieferkämme und den damit verbundenen Umbauprozessen im Laufe der Jahre den Halt verlieren. In vielen Fällen kann der Zahnarzt durch Änderungen an der Prothese oder Neuanfertigung den geänderten Anforderungen gerecht werden und einen ausreichenden Prothesenhalt wieder herstellen.

Hierfür ist die Situation im Oberkiefer meist günstig. Lässt sich im Unterkiefer kein zufriedenstellender Halt der Prothese mehr verwirklichen, kann die Kaufähigkeit des Patienten durch kleinere chirurgische Eingriffe verbessert werden.

Eine Möglichkeit stellt die Versorgung mit Implantaten als zusätzlichem Ankerelement für die Prothese dar. In vielen Fällen ist allerdings eine ausreichende Knochendicke zur Versorgung mit Implantaten nicht von vornherein gegeben.

Eine andere Möglichkeit stellt die Veränderung der Weichteilgrenzen am Kieferknochen dar. Hierbei werden die Weichteile des Mundbodens vom Unterkiefer gelöst und in einer tieferen Position wieder an der Unterkieferbasis befestigt (Mundbodensenkung). In ähnlicher Art und Weise können die Weichteile zwischen Kiefer und Wange (Mundvorhof) zur Wange und Unterlippe gelöst und verschoben werden (Vestibulumplastik). Zur Bedeckung der Wundflächen werden beide Verfahren werden manchmal mit der Verpflanzung (Transplantation) von Haut oder Schleimhaut kombiniert.

Ein weiteres Verfahren ist der Wiederaufbau des ehemals zahntragenden knöchernen Kieferabschnitts. Hierzu werden eigener Knochen (z. B. aus anderen Bereichen der Mundhöhle) und/oder Knochenersatzmaterialien verwendet. Ein solcher Knochenaufbau ermöglicht einerseits die anschließende Versorgung mit einer Vollprothese, aber auch das Einbringen von Implantaten, welche die Kaubelastung besser auf den Knochen übertragen.

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praxis für
mund-, kiefer- und
gesichtschirurgie
plastische operationen

dr. dr. daniel trübger
prof. dr. dr. dirk hermes

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