Narbenkorrekturen

Jede Verletzung der Haut hinterlässt eine Narbe. Im besten Falle verblasst diese nach der Abheilung zu einem fast unsichtbaren Strich. In manchen Fällen entstehen auffällige Narbenplatten oder ästhetisch störende, wulstige, schmerzende und juckende Stränge (Keloide).

Das Erscheinungsbild von ausgeheilten Wunden, also Narben, wird im Wesentlichen von drei Faktoren bestimmt. Vom Hauttyp, von der Lage der Narbe und von der Operationstechnik (falls die Narbe im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs entstanden ist).
Der Hauttyp, auf dem eine Narbe entstanden ist, kann nicht geändert werden, wohl aber der Verlauf. Narben die aufgrund von Verletzungen quer zu den natürlichen Hautlinien liegen, werden im Heilungsverlauf deutlich auffälliger als solche, welche längs der Hautlinien verlaufen. Diese Narbenrichtung kann oft auch im Nachhinein verbessert werden und hat dann in Verbindung mit sorgfältiger Operationstechnik eine unauffälligere Narbe zur Folge.
Je nach Art und Lokalisation einer Narbenwucherung stehen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Für Narben im Gesichtsbereich ist die Umschneidung und Veränderung der Lage der Narbe in die natürlichen Gesichtsfalten eine effektive Methode . In seltenen Fällen kann die Einbringung von Wassergefüllten Kissen (Expandern) zur vorsichtigen Gewebsdehnung erforderlich sein, wenn an der Narbenstelle nicht genug gesunde Haut aus der Umgebung zum Wundverschluss zur Verfügung steht.

Sollten Sie zu Narbenwucherungen neigen, ist es empfehlenswert, frische Verletzungen oder Narben nach Möglichkeit nicht direktem Sonnenlicht auszusetzen, um Verfärbungen zu vermeiden. Dies gilt inbesondere nach der Entfernung einer Narbenwucherung.

Die meisten störenden Narben lassen sich problemlos in einer örtlichen Betäubung korrigieren. Je nach Ausmaß des Befundes kann eine solche Behandlung auch in Dämmerschlaf (Sedierung/Analgosedierung) oder Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) erfolgen und ggfs. in unserer Belegklinik durchgeführt werden.

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dr. dr. daniel trübger
prof. dr. dr. dirk hermes

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