Kieferentzündungen

Die zwei häufigsten Formen von Kieferentzündungen sind die zahnbedingte Kiefer- entzündung (Osteomyelitis) und eine durch knochenhärtende Medikamente mit verursachte, spezielle Entzündung der Kieferknochen („Bisphosphonat-assoziierte Osteonekrose der Kiefer“, BP-ONJ“).

Bei der zahnbedingten Form kommt es in aller Regel durch verschleppte Entzündungen an Zahnwurzeln oder Zahnresten zum Einwandern von Bakterien in den Kieferknochen. Dort kann sich die Entzündung auch ohne größere Schmerzen über einen langen Zeitraum ausbreiten. Diabetes und Erkrankungen, welche die Immunabwehr des Körpers schädigen, begünstigen das Auftreten dieses Krankheitsbildes.

Wenn wegen einer Erkrankung die Einnahme von Bisphosphonaten (Knochenhärtern) erfolgt, kann es nach zahnärztlichen oder mund-chirurgischen Eingriffen wie z.B. Zahnentfernungen zu einer bakteriellen Entzündung von bereits abgestorbenem, aber keinerlei Beschwerden verursachenden Kieferknochen kommen. Eine Vorstellung vor einer solchen Bisphosphonat- Therapie wäre in allen Fällen wünschenswert, um den Zahnstatus zu überprüfen und evtl. zu sanieren.

Die Behandlung beider Formen der Kieferentzündung erfordert viel Erfahrung und ein ausreichend umfangreiches chirurgisches Vorgehen. Dies kann nicht in allen Fällen in lokaler Betäubung geschehen und bedarf in den meisten Fällen einer Nachbehandlung unter stationären Bedingungen, um die bestmöglichen Erfolgsaussichten zu schaffen.

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praxis für
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plastische operationen

dr. dr. daniel trübger
prof. dr. dr. dirk hermes

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