Einsetzen künstlicher Zahnwurzeln (Implantate)

Zahnimplantate werden immer häufiger zum Ersatz verloren gegangener Zähne eingesetzt. Mehr als 300.000 künstliche Zahnwurzeln werden jedes Jahr von Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen allein in Deutschland eingesetzt.

Der damit verbundene kleine chirurgische Eingriff findet immer in Absprache und nach gemeinsamer Planung mit dem behandelnden Zahnarzt statt. Zunächst ist eine gründliche Diagnostik erforderlich, die neben einer genauen Untersuchung des Gesichtes und der Mundhöhle auch Röntgenaufnahmen umfasst.

Planung einer Implantation.
Messaufnahme mit metallischen Prüfkörpern (Kugeln) zur Bestimmung der Knochenhöhe und Auswahl der Implantate
im Unterkiefer. Eingeheiltes Implantat im Oberkiefer

Planung einer Implantation.
Röntgenaufnahme mit eingesetzter Bohrschablone im Unterkiefer zur Kontrolle der geplanten Implantatposition und genauen
Einbringung der Implantate

Die Behandlungsplanung kann in besonderen Fällen auch mit Hilfe von dreidimensionalen Bildern und Analysen erfolgen. Auf diesen Bildern ist genau erkennbar, wo Nerven oder die Wurzeln der Nachbarzähne verlaufen. Auch das Knochenangebot des Kiefers kann exakt analysiert werden, so dass die optimale Lage des Implantates festgelegt und der Eingriff ohne Gefahr für die benachbarten Strukturen durchgeführt werden kann.

Während des Eingriffs wird durch einen kleinen Einschnitt in der Schleimhaut zunächst ein passgenaues „Implantat-Bett“ im Kieferknochen geschaffen. Darin werden die wurzel- förmigen Titankörper vollständig versenkt und der Zugang vernäht.

Versorgung_Implantat Versorgung_Implantate

Im Oberkiefer eingebrachtes Implantat zum Ersatz eines Einzelzahns

Im Unterkiefer eingebrachte Implantate zur Fixierung einer Prothese

Durch die gewebefreundlichen Eigenschaften des Implantatmaterials verwachsen Kiefer- knochen und Implantat im Laufe der mehrwöchigen Heilungsphase fest miteinander. In der Zwischenzeit kann Ihr Zahnarzt auf Wunsch einen provisorischen Zahnersatz einsetzen. Nach Abschluss der Einheilung wird die zur Mundhöhle zeigende Oberseite des Implantats in einem zweiten kleinen Eingriff aus der Schleimhaut freigelegt und ein Aufbau aufgesetzt, der eine enge Anbindung des Zahnfleischs an den “neuen Zahn” fördert (sog. Gingivaformer). Dieser wird nach kurzer Zeit durch den Zahnarzt entfernt und ein Pfosten aufgesetzt (sog. Abutment), auf dem die neue Zahnkrone angebracht wird.

Implantat_Abutment Implantat_Abutment_Krone

Implantat mit aufgesetztem Pfosten (Abutment)

Abgeschlossene Implantatversorgung.
Auf dem Pfosten (Abutment) ist die
neue Zahnkrone befestigt

Im letzten Behandlungsschritt wird vom Zahntechniker der endgültige Zahnersatz (sog. Suprakonstruktion) angefertigt und vom Zahnarzt auf den Implantaten befestigt. Je nach individuellem Befund beim Patienten können einzelne oder mehrere Zähne, längere oder komplette Zahnreihen durch Implantatgetragene Kronen oder Brücken ersetzt werden. Im zahnlosen Kiefer kann ein häufig schlechter Prothesenhalt durch die Abstützung der Prothese auf Implantaten stark verbessert werden.

Abgeschlossene Implantatversorgung.
Eingebrachtes Implantat und Zahnkrone
zum Ersatz eines Einzelzahns

Abgeschlossene Implantatversorgung.
Zwei eingebrachte Implantate und Brücke
zum Ersatz mehrerer Zähne
Endergebnis festsitzender ZE

Abgeschlossene Implantatversorgung.
Mehrere Implantate und Brücke zum
Ersatz vieler Zähne eines Kiefers

Abgeschlossene Implantatversorgung.
Mehrere Implantate sorgen für guten Halt
einer herausnehmbaren Prothese

Wo und wie viele Implantate notwendig sind, welcher Typ am besten verwendet wird und welche prothetische Versorgung (Suprakonstruktion) auf den Implantaten befestigt wird, entscheidet sich nach dem Untersuchungsbefund und intensiven Beratungen zwischen Patient, Zahnarzt und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg.

Meist reicht für den Eingriff eine örtliche Betäubung aus. Bei empfindlichen Patienten oder wenn mehrere Implantate in Ober- und Unterkiefer eingesetzt werden sollen, kann der Eingriff auch Dämmerschlaf (Sedierung/Analgosedierung) oder Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) in unserer Praxis erfolgen. Sprechen Sie uns auf diese Möglichkeit gerne an.

Damit die Wundheilung ohne Probleme verläuft, beachten Sie bitte unsere Empfehlungen in dem für Sie erstellten Merkblatt.

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praxis für
mund-, kiefer- und
gesichtschirurgie
plastische operationen

dr. dr. daniel trübger
prof. dr. dr. dirk hermes

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